| Beschreibung |
Tallölfettsäure wird aus Kiefernöl gewonnen. Die Hauptbestandteile sind eine Mischung aus Ölsäure, Linolsäure und ihren Isomeren. Außerdem enthält sie eine kleine Menge Harzsäure und unverseifbare Stoffe. Sie kann eine Alkoholisierung und eine Ammoniakreaktion (Aminierung) eingehen. |
| Eigenschaften |
Tallölfettsäure ist eine kostengünstige ungesättigte Fettsäure (Ölsäure), die eine Mischung aus Ölsäure, Linolsäure und ihren Isomeren ist. Sie ist wasserunlöslich, löslich in Ether und Ethanol; sie kann mit Alkali reagieren und kann auch eine Alkoholisierung und Ammoniak-(Amin-)Reaktion eingehen. |
| Verwendet |
Tallölfettsäuren werden hauptsächlich zur Herstellung von Ölfeldchemikalien und Erzflotationsmitteln verwendet, können aber auch zur Herstellung dimerisierter und trimerisierter Fettsäuren für die Verwendung in der Beschichtungsindustrie eingesetzt werden. |
| Definition |
Rohtallöl (CTO) ist kein fettes Öl. Es ist jedoch eigentlich eine Mischung aus fünf Komponenten mit unterschiedlichen Siedepunkten, die durch Fraktionierung in Vorlauf (der zuerst siedet), dann „Tallölfettsäuren“ (TOFAs), destilliertes Tallöl (DTO, eine Mischung aus Fett- und Harzsäuren), „Tallölharz“ (TOR, eine Mischung aus acht eng verwandten Harzsäuren, nämlich Abietin-, Neoabietin-, Palustrin-, Lävopimar-, Dehydroabietin-, Pimar-, Sandaracopimar- und Isopimarsäure) und Pech (den unverseifbaren Rückstand) aufgespalten werden. TOFA besteht hauptsächlich aus Ölsäure. Darüber hinaus enthalten TOFAs ungewöhnliche Isomere, wie z. B. Octadecadiensäuren mit Doppelbindungen in den Positionen 5,9- und 5,12-. Wichtige Anwendungen von TOFA sind die Herstellung von Alkydharzen und Dimersäuren[1]. |
| Anwendung |
Tallölfettsäuren sind ein Nebenprodukt der Holzzellstoffindustrie, das beim Aufschluss und der chemischen Behandlung von Kiefernholzspänen entsteht. Sie werden hauptsächlich in Nordamerika und Skandinavien hergestellt, wobei sich die Zusammensetzung der beiden Öle aufgrund der verwendeten Baumart etwas unterscheidet. Beide Öle werden jedoch zur Herstellung von Dimersäuren, Alkylen und Beschichtungen, Reinigungsmitteln und Schmiermitteln verwendet. Zukünftige Verwendungsmöglichkeiten bestehen in der Verwendung als Lösungsmittel, Tinten und zur Herstellung von Biodiesel. |
| Verweise |
[1] TW Abraham. „10.01 – Einführung: Polymere für eine nachhaltige Umwelt und grüne Energie.“ Polymer Science: A Comprehensive Reference (2012). |